Wer ist eigentlich Robin Hood?

Jeder kennt Robin Hood – obwohl er in Wirklichkeit nie existiert hat.

In den letzten 700 Jahren hat sich dieser Mythos aber immer wieder neu erfunden. „Robehood“ ist im 13. Jahrhundert ein gebräuchlicher Name für Wegelagerer.

Das Wort „Hood“ - Kapuze oder Haube - lässt auf einen Kapuzenmann schließen, der sich gern tarnt. Die ersten Robin Hood – Erwähnungen tauchen im 15. Jahrhundert auf und schildern einen brutalen Wegelagerer, der raubt und mordet – aber nicht teilt. Später wird er immer positiver dargestellt. Die Dichtung macht ihn im Laufe der Zeit zum enteigneten angelsächsischen Adeligen und zum gegen die Normannen kämpfenden angelsächsischen Patrioten. Im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts wandelt sich die Figur auch zum Vorkämpfer für soziale Gerechtigkeit, der den Reichen nimmt und den Armen gibt.

Noch heute kennt jedes Kind Robin Hood. Er ist Vorbild und Held.
An dieser Entwicklung kann man deutlich sehen, dass es für uns Menschen immer noch wichtig zu sein scheint, dass ein Robin Hood existiert.

Jemand, der einfach aussteigt und alles anders macht. Der die Güter neu verteilt. Der die Reichen, die alles für sich behalten wollen, dazu zwingt, ihren Reichtum zu teilen. Der jedem Menschen sagt: Du kannst es auch einfach anders machen. Du kannst der Typ sein, der nicht mehr mit macht.

Anika Pinter &
Bettina Schönenberg